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Lage der Nation >>
Bericht
zur Lage der Nation ¹
Marx
und Murks, die bösen Buben,
täten einen Wettstreit suchen,
wer der Welt die schönsten Schätze,
aber Reichen Pest und Krätze
blitzschnell auf die Nase setze.
Marx
und Murks, die schlauen Buben,
täten einen Rundgang buchen:
Ochs' und Hühnchen wurd' vernommen,
Moslems, Heiden und die Frommen:
Gleichheit - leider! - ist zerronnen!
Marx
und Murks, die list'gen Buben,
täten nach dem Worte suchen,
das für Mensch und Tier zum Segen,
Neid vertilgt auf allen Wegen,
Essig macht zum Saft der Reben:
"Unterschiede
soll'n verschwinden:
Ochsen müssen Flügel finden,
Mäuse geben Milch im Eimer,
Hühnchen kriegen Ochsenleiber. -
Meckern kann jetzt schließlich keiner!"
Marx
und Murks, die Lotterbuben,
täten Arm' und Reich' besuchen:
Reichen wird ihr Gut genommen,
Arme haben nichts bekommen.
Gleichheit tanzt in Siegeswonnen!
Marx
hat sich zur Ruh' gesetzt,
's Pfeifchen smokt, das Bäuchlein wächst.
Alle Welt, so sieht es aus,
wohnt jetzt in dem Gleichheitshaus.
"- Unterschiede rott' ich aus! -"
Murks,
der fiese Satansbraten,
schmäht den Marx durch Lachtiraden:
"Faul und fleißig sperrt ich aus.
Stecke Dir die Zunge raus,'
damit ist der Wettstreit aus!"
Lothar
Hegend, 21.07.03
Anmerkung:
¹
Karl Marx meinte, das Elend der Welt hätte seinen Ursprung
in den unterschiedlichen Lebensverhältnissen der Menschen.
Diese beruhten auf Unrecht, - die unterschiedlichen Vermögensverhältnisse
auf Diebstahl ("Ausbeutung"). Durch Beseitigung
der unterschiedlichen Besitzverhältnisse könne
das alte Unrecht getilgt werden, auf Erden entstünden
paradiesische Verhältnisse. Wer weiß schon,
ob das alles stimmt? Aber nach dem Zusammenbruch der marxistischen
Staaten des Ostblocks scheint es doch etwas zu einfach gewesen
sein, wie Marx sich das damals so dachte.
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