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Regierungswechsel
in Hamburg
SPD,
SPD -
tut der Hansestadt sehr weh!
Schon seit 44 Jahren
muss die Elbestadt ertragen
der Genossen Tun und Sagen.
"Allem Wechsel spricht das Hohn!"
"Demokraten sind wir schon,
und das Volk gab uns zum Lohn
immer wieder seine Stimme."
"Habt Ihr denn schon ganz vergessen,
dass die Äußerung vermessen?
Jeder Dritte blieb zu Haus,
weil die Wahl für ihn ein Graus."
"Zu erwerben Volkes Gunst
ist in Hamburg keine Kunst:
35 und neun Nullen
müssen es in Frieden lullen.
(Soviel Schulden haben wir.)
Würden wir die großen Zahlen
laut und immer wieder sagen,
hätte man vor vielen Jahren
uns vielleicht nach Haus geschickt."
"Schulden muss man aber tilgen!"
"Lass' die Kinder doch bezahlen,
wenn wir uns im Ruh´stand aalen!"
"Schämt Euch dieser Arroganz!
Ihr verfrühstückt die Substanz,
jetzt und auch in Ewigkeit.
Es wird Zeit, dass diese Stadt
eine neu' Regierung hat!"
Wechsel ist noch immer gut,
kostets auch das eigene Blut.
So hat Helmut Schmidt geschrieben
im April neun und ´ne sieben.
Anmerkung:
-
Die Schuldensumme (35 Mrd. DM) laut
statistischem Jahrbuch von 2000
- Zum Regierungswechsel: Helmut Schmidt im
Hamburger Abendblatt vom 21.4.1997
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